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SAT auf dem Weg zu
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[Text: Henri Masson für Gazetara Servo de SAT-Amikaro / Service de Presse de SAT-Amikaro (2005-10-06). Übers. v. GM]

Der Anationale Weltbund (SAT), der in 50 Ländern Mitglieder hat, ist ein Beispiel einer Organisation, deren Struktur und Aktivität keine Grenzen kennt. Durch die Wahl einer ganz und gar machtfernen Sprache setzte sie das Prinzip der gerechten sprachlichen Kommunikation schon zu einer Zeit um, als dieses Prinzip in der Gegenwartssprache nicht einmal einen Namen hatte. Devise von SAT ist: "Zur Gewohnheit der SAT-Mitglieder soll eine nationsferne Gefühls-, Denk- und Handlungsfähigkeit werden".

Von Oktober 2004 bis Oktober 2005 registrierte SAT Eintritte aus China (2), Südkorea (4), Japan (3), Brasilien (1), den USA (1) und besonders aus Europa: Deutschland (1), Bulgarien (1), Kroatien (3), Spanien (1), Frankreich (9), Großbritannien (1), Ungarn (2), Litauen (3), Serbien-Montenegro (3), Schweden (2). Das Internet trägt allmählich zu einem Ausgleich der Kontinenten bei. Die geistige Unabhängigkeit dieses soziokulturell tätigen Verbandes, der gleich 1921 bei seiner Gründung in Prag Esperanto als Arbeitssprache angenommen hat, hat ihm eine gewisse Abneigung von Seiten der Regimes eingebracht, die einst der freien Kommunikation und der Denkfreiheit verschlossen waren. Nordkorea bleibt bis heute das einzige Land, das nicht nur SAT, sondern auch überhaupt dem Esperanto verschlossen bleibt.

Schon 1970 hat SAT das vollständigste aller Wörterbücher der internationalen Sprache herausgegeben: das Plena Ilustrita Vortaro de Esperanto, dessen letzte Ausgabe 2004 erschienen ist. Unter den von ihm herausgegebenen Werken regen 7000 tagoj en Siberio [Karlo Ŝtajner: 7000 Tage in Sibirien], Vualo de l'silento [Djura: Der Schleier des Schweigens], Vivbruligita [Souad: Bei lebendigem Leib] am meisten zum Nachdenken an. Jährlich bringt SAT zehn Nummern seiner Zeitschrift Sennaciulo und eine Nummer von Sennacieca Revuo heraus.

Im vergangenen Jahr fand sein Kongress in Zagreb (Kroatien) statt; der nächste soll in Belgrad vom 19. bis zum 26. August 2006 stattfinden. Er ist ein Jubileumskongress, weil es dort bereits 1956, vor 50 Jahren, einen SAT-Kongress gab. SAT hat mit einiger Häufigkeit in diesem Teil Europas getagt:

  • 1956 : Belgrad (Jugoslawien, Serbien)
  • 1969 : Novi-Sad (Jugoslawien, Serbien)
  • 1980 : Rijeka (Jugoslawien, Kroatien)
  • 1993 : Kazanlak (Bulgarien)
  • 1995 : Maribor (Slowenien)
  • 2005 : Zagreb (Kroatien)
  • 2006 : Belgrad (Serbien-Montenegro).

SAT hat zweimal außerhalb Europas getagt: in Toronto (Kanada, 1973) und Campos do Jordão (Brasilien, 1988). 1991 wurde SAT eingeladen, seinen Kongress 1993 in Sarajewo abzuhalten. Leider machten die tragischen Umstände die Pläne zunichte. Albert Einstein wurde Ehrenvorsitzender seines dritten Kongresses (Kassel, Deutschland, 1923). Die Post der UdSSR gab mehrere Briefmarken mit Esperanto-Motiven heraus, darunter eine zum Anlass des Leningrader SAT-Kongresses von 1926. Professor Thorndike, ein englischer Sprachwissenschaftler, schätzte 1929, dass es in der Sowjetunion mehr Esperantosprechende als Deutschsprechende gebe. Aber da zeichnete sich schon der katastrophale Einfluss von Stalin in der Sowjetunion und Hitler in Deutschland ab – nicht nur für SAT und Esperanto – gerade in den zwei Ländern, in denen Esperanto am meisten verwurzelt war.

Allgemeine Information zur soziokulturellen Tätigkeit von SAT, sowie zu seinen Veröffentlichungen, sind bei http://www.satesperanto.org/ zu finden. nach oben

ĝisdatigo de 2017-04-18 / zuletzt geändert am 18. 04. 2017