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Esperanto und Anarchismus

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[Dieser Text ist eine erweiterte Fassung eines von Will Firth verfassten Beitrags für das Lexikon der Anarchie, Verlag Schwarzer Nachtschatten, Plön 1998, ISBN 3-89041-014-6. Er ist auch 1999 bei Maldekstra Forumo Berlino als Broschüre in der Serie "Esperanto und das internationale Sprachproblem" erschienen.]

Definition

Die internationale Sprache Esperanto ist eine Plansprache, die von vornherein für die internationale Verständigung geschaffen wurde. Unter den etwa 1000 bekannten Plansprachenentwürfen hat sich Esperanto als einzige in der über 100-jährigen Praxis bewährt.

Im Juli 1887 veröffentlichte der junge jüdische Augenarzt Lazarus Ludwig ZAMENHOF (1859-1917) unter dem Pseudonym "Dr. Esperanto" in Warschau unter den Augen der mißtrauischen zaristischen Zensur sein erstes Lehr- und Übungsbuch der Internacia Lingvo in russischer Sprache, dem noch im gleichen Jahr Ausgaben in polnischer, französischer und deutscher Sprache folgten. In der "Internationalen Sprache" von Zamenhof bedeutet Esperanto "ein Hoffender" und Zamenhof hoffte, mit der Schaffung der internationalen Sprache zur Völkerverständigung und zum Weltfrieden beizutragen. Das Wort Esperanto wurde bald zur Bezeichnung dieser Sprache.

Dank seiner Regelmäßigkeit und Flexibilitat ist Esperanto relativ leicht zu lernen. Die Schrift ist phonemisch, d. h. es gibt ein Eins-zu-eins-Verhältnis von Schrift und Aussprache. Die Rechtschreibung ist regelmäßig. Die Grammatik ist nahezu ausnahmefrei; vielseitig verwendbare Vor- und Nachsilben tragen zur hohen Genauigkeit und Ausdruckskraft der Sprache bei. Der Wortschatz beruht zum größten Teil auf lateinischen und germanischen Wortstämmen, die in vielen Sprachen weit verbreitet sind. Der übliche Eindruck, wenn man Esperanto hört, ist, daß es wie Italienisch oder Spanisch klingt. Die europäische Herkunft der Wörter macht zwar Esperanto etwa für Chinesen schwieriger als für Deutsche, jedoch finden Chinesen Esperanto ziemlich leicht, jedenfalls viel leichter als Englisch. Dies liegt am ausgedehnten Gebrauch von Zusammensetzungen und Ableitungen, deren Sinn leicht erschließbar ist, weil die Wortteile an den unveränderten Stamm angehängt werden. Dieser "agglutinierende" Charakter ist auch prägende Eigenschaft etwa der Turksprachen. Das Deutsche gehört dagegen zu den flektierenden Sprachen, bei denen der Stamm nicht unveränderlich ist (Haus – Häuser; schreiben – schrieb).

Heute hat die lose Esperanto-Sprachgemeinschaft bis zu einer Million Sprecher. Es gibt Zehntausende von Büchern in Esperanto (größtenteils Originalliteratur) und es erscheinen regelmäßig mehrere hundert überwiegend kleinere Zeitschriften, viele davon weltweit verbreitet. Es vergeht kaum ein Tag ohne internationale Zusammenkünfte wie Tagungen von Fachverbänden, Konferenzen, Jugendbegegnungen, Seminare, Ferienwochen und regionale Treffen in allen Teilen der Welt. Außerdem senden mehrere Rundfunkstationen Programme in Esperanto, teilweise sogar täglich. Esperanto wird gelegentlich alltägliche "Familiensprache" bei Paaren unterschiedlicher Herkunft, und deren Kinder sprechen es (neben der jeweiligen Landessprache und manchmal einer anderen Sprache) als Muttersprache. Esperanto entwickelt sich fort und paßt sich den wechselnden Bedürfnissen seiner Sprechergemeinschaft an – wie jede andere lebende Sprache auch – durch lexikalische Entlehnung und Begriffsbildung aus den bereits vorhandenen sprachlichen Mitteln, ohne seine relative Einfachheit zu verlieren. Denn begriffliche Differenziertheit und Ausdrucksfähigkeit einer Sprache hängen nicht von ihrer Entstehungsgeschichte oder von immanenten Faktoren der Sprache ab, sondern entstehen ausschließlich aus den Kommunikationsbedürfnissen ihrer Sprechergemeinschaft.

Die Begriffe "Hilfssprache" bzw. "Kunstsprache" werden oft in Bezug auf Esperanto verwendet. Bei Menschen, die den tatsächlichen Umfang der praktischen Anwendung von Esperanto nicht kennen, erwecken diese Begriffe manchmal die irrige Vorstellung einer primitiven, ausdrucksarmen Sprache, deren Gesamtbestand von der intellektuellen Leistungskraft ihres "Schöpfers" bestimmt ist und womöglich gar zwischen zwei Buchdeckel paßt. Den meisten Esperanto-Sprechern war seit jeher bewußt, daß eine für alle kommunikativen Bedürfnisse des menschlichen Daseins taugliche Sprache nur in einem kollektiven Prozeß entstehen kann. Esperanto ist ebensowenig "aus dem Nichts" entstanden wie z. B. Haiti-Kreolisch. Eine Sprache tritt dann auf, wenn sie einem Bedürfnis entspricht.

Ideenhistorische Entwicklung

1. Allgemein

Zusammen mit Esperanto als Verständigungssprache propagierte Zamenhof einen quasi-religiösen "Homaranismus" [etwa: Menschen- und Menschheitsliebe] des Esperanto. Diese recht diffuse Idee basiert auf liberal-humanistischem Gedankengut, z. B. auf der Vorstellung, daß die ganze Menschheit "eine Familie" ist, die wieder den Weg zu sich finden müßte; oder der Vorstellung, daß alle "Weltreligionen" einen gemeinsamen Ursprung haben und miteinander in Einklang gebracht werden könnten. Diese Idee wird von manchen Esperanto-Sprechern als interessant empfunden und verschieden ausgelegt, doch viele Esperanto-Sprecher dürften wiederum mit der "Menschenliebe" zamenhofscher Art nicht viel anfangen können.

Nach der Veröffentlichung des Projektes 1887 in Warschau verbreitete sich Esperanto sehr rasch, zunächst vor allem im russischen Raum. Eines der ersten literarischen Werke in der neuen Sprache (neben Zamenhofs eigener reger literarischer und übersetzerischer Tätigkeit) war En la tombo [Im Grab] von Nikolaj Borowko, geschrieben 1892, die von der Qual eines lebendig Begrabenen handelt. Der christliche Anarchist Lew Tolstoj sprach sich eindeutig für Esperanto aus. Diese "russische Periode" endete 1895 abrupt, nachdem die einzige Esperanto-Zeitschrift einen Artikel von Tolstoj veröffentlicht hatte, woraufhin sie durch die zaristische Zensur verboten wurde. Es folgte dann eine "französische Periode" mit dem ersten internationalen Esperanto-Kongreß 1905 in Boulogne-sur-Mer (mit 688 Teilnehmern aus 20 Ländern). Dort tritt Zamenhof als treibende Kraft der Bewegung offiziell zurück: über die Fortentwicklung der Sprache soll fortan die Esperanto-Bewegung selbst entscheiden.

1905 gründete der Anarchist Paul Berthelot die heute noch erscheinende Zeitschrift Esperanto. 1908 gründete Hector Hodler die Universala Esperanto-Asocio [UEA, Esperanto-Weltbund], der bis heute die meisten Esperanto-Organisationen der Welt bündelt. Der Sitz der UEA ist in Rotterdam.

Bis zum ersten Weltkrieg entwickelt Esperanto eine starke Anhängerschaft in Frankreich. Von dort aus konnte es sich in die Welt ausbreiten, vor allem nach Japan und China. In Prag entstand 1921 auf Anregung von Eugène Adam (Lanti) eine Esperanto-sprachige Bewegung mit emanzipatorischer Zielsetzung und nationenunabhängiger Struktur: die Sennacieca Asocio Tutmonda [SAT = Nationenunabhängiger Weltbund], der erheblich dazu beigetragen hat, die gesellschaftlich-kulturelle Basis der Sprache auszuweiten. Der Sitz der SAT ist in Paris. (Siehe auch II. 2. "Esperanto und Anarchismus").

Eine erneute Blütezeit dauerte je nach den Bedingungen in den verschiedenen Ländern 10 bis 15 Jahre: so gab es auch eine "ungarische Phase", die Budapest einige Jahre lang zur "kulturellen Hauptstadt des Esperanto" [1] werden ließ. Aber das Heraufkommen totalitärer und kriegerischer Regimes, das zum Zweiten Weltkrieg und anschließend zum kalten Krieg führte, stoppte diesen Neuaufschwung für mehrere Jahrzehnte. Insbesondere nach dem Krieg lief der Expansionismus der anglo-amerikanischen Sprache und Kultur auf Hochtouren, mit dem Ergebnis, daß Esperanto weniger beachtet wurde.

Zum ersten Mal 1954, dann erneut 1985, erkannte die UNESCO-Vollversammlung den Wert des Esperanto für den internationalen intellektuellen Austausch an. Im September 1993 nahm der Weltkongreß der Schriftstellervereinigung PEN das Esperanto-PEN-Zentrum (der Esperanto-sprachigen Schriftsteller) als Mitgliedsverband auf und erkannte Esperanto somit als Literatursprache an.

Die weltweite Verbreitung des Esperanto ist ungleichmäßig: trotz Fortschritten in den letzten Jahren ist es in vielen Ländern Afrikas und Asiens kaum vertreten. Die Esperanto-Sprecher wohnen mehrheitlich in Europa. Ob diese Tatsache Esperanto "eurozentrisch" macht, wird in der Esperanto-Bewegung relativ häufig diskutiert, doch der wahre internationale Charakter des Esperanto läßt es nicht als rein europäisch beurteilen. Die Entwicklung in einzelnen Ländern (China, Iran, Togo, ehem. Zaire) ist zeitweise phänomenal gewesen, wobei andere Länder allerdings weiterhin gar keine organisierte Esperanto-Bewegung aufweisen können.

Eine besonders aktive Rolle in der Esperanto-Bewegung spielt die UEA-Jugendorganisation TEJO. Ebenso wie der Esperanto-Weltbund UEA organisiert sie jährliche Kongresse und zahlreiche andere Treffen (besonders zu erwähnen die von der Deutschen Esperanto-Jugend ausgerichteten "Internationalen Seminare" zum Jahreswechsel).

Eine der Entwicklungstendenzen im Esperanto heute ist der "raŭmismo" (genannt nach der finnischen Stadt Rauma, wo 1980 ein TEJO-Kongreß abgehalten wurde). Der "raŭmismo" sieht die Esperanto-Sprecher als eine Art "Volk in der Diaspora" und ist bestrebt, durch Esperanto kulturelle Werte (z. B. Literatur) zu schaffen. Er nimmt Abschied von dem "radikalen" Bestreben einer weltweiten Durchsetzung des Esperanto als universaler Zweitsprache und betrachtet es statt dessen als eine Sprache unter vielen, der man sich nach Bedarf und ohne weltanschaulichen Ehrgeiz bedienen kann.

Die Entwicklung des Esperanto verfolgt ein Gremium, die sog. Akademie des Esperanto. Die Aufgabe der Akademie ist es, für die Weiterentwicklung der Sprache im Einklang mit dem Fundamento, der von Zamenhof erarbeiteten Grundlage, zu sorgen. Die Beschlüsse der Akademie haben keinen bindenden Charakter, sondern sind eher Richtlinien, die die Kraft einer wohlüberlegten Empfehlung besitzen. Tatsächlich hinkt die Akademie oft den Entwicklungen in Esperanto hinterher oder kann in manchen Punkten wegen interner Meinungsunterschiede keine einhellige Empfehlung geben.

Manchmal wird der Einwand vorgebracht, Esperanto sei sexistisch, weil – so lautet eine oberflächliche Analyse – alle weiblichen Formen von den männlichen abgeleitet werden. Auf den ersten Blick ist etwas Wahres daran, denn bei Personenbezeichnungen in Esperanto kann eine weibliche Form tatsächlich immer durch das Anfügen von -in- von der Grundform gebildet werden, z. B. laborist-in-o = Arbeiterin. Doch ein fundamentaler Unterschied zur deutschen Sprache ist, daß Esperanto kein grammatisches Geschlecht kennt. Alle Wörter ohne natürliches Geschlecht (z.B. Stuhl, Wand, Auto) haben damit auch kein grammatisches. Obwohl das Grundgerüst der Sprache nicht-sexistisch ist, bleibt doch anzumerken, daß der tatsächliche Sprachgebrauch von Esperanto in einer patriarchalen Gesellschaft durchaus sexistisch ausfällt. So werden bestehende Möglichkeiten für die männliche Personenbezeichnungen selten gebraucht, da die Grundform meist als männlich angesehen wird; somit liegt der (im Grunde genommen falsche aber praktisch richtige) Kritikpunkt nahe, daß alle weiblichen Formen von den (scheinbar) männlichen abgeleitet werden. Um den sprachlichen Sexismus abzubauen, gilt es sowohl in Esperanto als auch im Deutschen bewußter mit der Sprache umzugehen!

2. Esperanto und Anarchismus

Anarchisten waren mit unter den Pionieren in der Verbreitung von Esperanto. 1905 wurde in Stockholm die erste anarchistische Esperanto-Gruppe gegründet. Es folgten viele andere: in Bulgarien, China und anderen Ländern. Anarchisten und Anarchosyndikalisten, die vor dem ersten Weltkrieg die zahlenmäßig größte Gruppe unter den proletarischen Esperantisten waren, bildeten 1906 den internationalen Verband Paco-Libereco [Frieden-Freiheit], der die Internacia Socia Revuo herausbrachte. Paco-Libereco vereinigte sich 1910 mit einem anderen fortschrittlichen Verband, Esperantista Laboristaro. Die gemeinsame Organisation hieß Liberiga Stelo [Stern der Befreiung]. Bis 1914 brachte diese Organisation eine Menge revolutionärer Literatur auf Esperanto heraus, darunter auch anarchistische. So konnte sich in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg z.B. ein reger Briefwechsel zwischen europäischen und japanischen Anarchisten entwickeln. 1907 faßte der internationale anarchistische Kongreß von Amsterdam einen Beschluß zur Sache einer internationalen Sprache, und es kam in den folgenden Jahren zu ähnlichen Kongreßbeschlüssen. Esperantisten, die an diesen Kongressen teilnahmen, befaßten sich besonders mit internationalen Beziehungen der Anarchisten. In Deutschland fand Esperanto vor allem in den Jahren zwischen 1920 und 1933 in der Arbeiterbewegung breite Anwendung. Im August 1932 hatte der deutsche Arbeiter Esperanto-Bund 4.000 Mitglieder – nicht umsonst wurde Esperanto liebevoll auch das "Arbeiterlatein" genannt. Die Arbeiter-Esperanto-Bewegung entwickelte einen vielseitigen internationalen Austausch: "Die Arbeiter-Esperantisten gehörten meist auch den damaligen partei-, kultur- und sozialpolitischen Bewegungen an. Sie sahen es als ihre Aufgabe an, im Sinne der entsprechenden Verbände im internationalen Rahmen, die internationale Sprache Esperanto nutzbar werden zu lassen (...). Bei den Arbeiter-Olympiaden hatte Esperanto eine wichtige Funktion als Verständigungsmittel verschiedensprachiger Völker. Darüber hinaus stand Esperanto im Dienste der Kulturvereinigungen aller politischen und gewerkschaftlichen Richtungen der Arbeiterbewegung, wie z. B. Arbeiter-Turn- und Sportbund, Arbeiter-Samariter-Bund (...) u.v.a.m.". Illustrierte Geschichte der Arbeiter-Esperanto-Bewegung, S.66.

Im August 1921 trafen sich in Prag 79 Arbeiter aus 15 Ländern. Sie gründeten die bereits erwähnte SAT, eine auch heute aktive Organisation antinationalistischer Linke. Ihren Höhepunkt erreichte die SAT in den Jahren 1929-30. Damals hatte sie 6.524 Mitglieder in 42 Ländern, 1997 waren es weniger als 1.500 Mitglieder. Die Gründung der SAT und deren anfangs konsequente Abschottung gegenüber der bürgerlichen Esperanto-Bewegung war Ergebnis der allgemeinen politischen Entwicklung jener Zeit, die auch durch den damals doktrinär gehandhabten politischen Neutralismus der bürgerlichen Esperanto-Bewegung begünstigt wurde.

Im März 1925 begrüßte eine "Berliner Gruppe anarcho-syndikalistischer Esperantisten" den in Amsterdam stattfindenden II. Kongreß der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA). Sie sprach davon, daß Esperanto in den Reihen der deutschen IAA-Sektion FAUD "schon derart Fuß gefaßt hat, daß sie jetzt eine Weltorganisation von Esperantisten auf freiheitlich-antiautoritärer Grundlage gebildet hat". Das ist vermutlich eine Anspielung auf die T.L.E.S. [etwa: Weltweite Liga Staatenunabhängiger Esperantisten], die in den 20er Jahren gegründet wurde, da die SAT anfangs stark kommunistisch beeinflußt war. Anscheinend ging die T.L.E.S. später in der SAT auf.

Besonders stark war die Arbeiter-Esperanto-Bewegung in Deutschland und der UdSSR. Unter anderen wurde 1923 in der sowjetischen Ukraine die "Wissenschaftliche Anarchistische Bibliothek der Internationalen Sprache" (I.S.A.B.) gegründet, die Kropotkins Ethik, Borowojs Anarchismus und andere Werke für eine internationale Leserschaft auf Esperanto herausgab. Anarchistische Esperantisten entfalteten ihre Aktivitäten in dieser Zeit nicht zuletzt im fernen Osten, in China und Japan. In diesen Ländern wurde Esperanto unter Anarchisten sehr bald eine populäre Angelegenheit. Einige meist zweisprachige Zeitschriften wurden herausgegeben. So gab ab 1913 in China Liu Shifu (Spitzname: Sifo) die Zeitung La Voæo de l' Popolo [Die Stimme des Volkes] heraus. Diese war die erste anarchistische Zeitschrift in China überhaupt. Anfangs stammten die Informationen ihres chinesischsprachigen Teils überwiegend aus der oben erwähnten Internacia Socia Revuo. Liu Shifu starb bereits 1915. Auch unter den ersten japanischen Esperantisten waren viele Anarchisten und Sozialisten. Diese waren wiederholt Verfolgungen ausgesetzt. So stellte 1931 die Zeitschrift La Anarkiisto ihr Erscheinen ein, als seine Redaktion ins Gefängnis kam. Die anarchistischen Esperantisten erfuhren eine bedeutende Schwächung, als bei der Verfolgung der sowjetischen Esperantisten 1937 (siehe II. 3. Repressalien) auch viele anarchistische Esperantisten ermordet oder ins Lager verbannt wurden. Esperanto spielte eine bescheidene Rolle in den Internationalen Brigaden während des Spanischen Bürgerkriegs (1936-39). Von 1936-1939 erschien in Barcelona ein durch I.L.E.S. (Ibera Ligo de Esperantistaj Anarkiistoj) herausgegebenes wöchentliches Informationsbulletin der CNT/FAI. Auch der Rundfunksender der CNT/FAI brachte Esperanto-Sendungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Pariser Gruppe die erste, die die organisierte Arbeit aufnahm. Ab 1946 brachte sie die Zeitschrift Senþtatano heraus. Auch Jahre später gab es eine aktive anarchistische Gruppe in Paris. 1981 kam es auf ihre Initiative hin zur Gründung von Radio Esperanto, das heute noch wöchentlich eine Stunde auf der Frequenz von Radio Libertaire sendet. Die meisten libertären und anarchistischen Esperantisten haben sich in der Folgezeit in der SAT organisiert. Deren anarchistische Mitglieder bilden dort eine autonom handelnde sog. "Fraktion". Diese begann 1969 das Liberecana Bulteno herauszugeben, das heute Liberecana Ligilo heißt.

3. Repressalien

In der Geschichte des Esperanto kam es neben Behinderungen und Verunglimpfungen auch zu Verboten und Verfolgungen. Esperanto wurde von verschiedenen Regimen als "gefährliche Sprache" angesehen (ein sehr zu empfehlendes Werk mit eben diesem Titel befindet sich unter den Literaturhinweisen): Schon 1895 wurde die Einfuhr der Zeitschrift La Esperantisto ins zaristische Rußland verboten; 1922 wurde der Esperanto-Unterricht an französischen Schulen verboten; 1935 wurde in Deutschland der Esperanto-Unterricht (fakultativ an den sog. "freien Schulen") verboten; 1936 wurde Esperanto in Deutschland und Portugal verboten; ab Mitte der 30er Jahre kamen Veröffentlichungen der SAT, sowie auch anarchististische Schriften, nicht mehr in die UdSSR hinein. Im Zuge der zunehmenden stalinistischen Repression wurden die Aktivitäten der einst starken sowjetischen Esperanto-Bewegung zunehmend eingeschränkt. In einer schnell durchgezogenen Aktion wurden 1937 viele der aktivsten Esperanisten verhaftet und entweder erschossen oder ins Straflager geschickt. Esperanto war von nun an als "Produkt bürgerlichen Internationalismus und Kosmopolitismus" verfemt und streng verboten; ab 1938 wurde in allen von Deutschland besetzten und "heimgeholten" Gebieten Esperanto verboten.

Durch diese Verbote und Verfolgungen wurde die Esperanto-Bewegung und damit die Verbreitung und Entwicklung der internationalen Sprache erheblich behindert und gehemmt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg ging ein Neuanfang 1945 nicht glatt vonstatten. Unter stalinschem Einfluß wurden 1949 die Esperanto-Gruppen in der DDR verboten, 1950 folgte das Verbot in Ungarn und 1952 in der Tschechoslowakei. Nach Stalins Tod kam es 1955 zur langsamen Wiederbelebung der Esperanto-Bewegung in Polen, Bulgarien, Ungarn, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion, 1965 auch in der DDR, wo sich die Esperanto-Bewegung innerhalb des Kulturbundes organisieren konnte.

Relevanz des Esperanto

1. Relevanz innerhalb des libertären Spektrums

Esperanto müßte für das libertäre Spektrum wichtig sein, denn im Gegensatz etwa zu Staaten und großen Konzernen, können basisdemokratische Gruppen und soziale Bewegungen keine Übersetzer- und Dolmetscherstäbe unterhalten – sie müssen in aller Regel ohne Sprachdienst auskommen. Es ist auch viel sinnvoller, das knappe Geld für inhaltliche Projekte zu verwenden. (Diese Erkenntnis führt häufig dazu, daß gar keine kontinuierliche internationale Zusammenarbeit gepflegt wird.) Die Machtverhältnisse bei gedolmetschter Quasi-Kommunikation erweisen sich aus anarchistischer Sicht auch als sehr problematisch. Hinzu kommt, daß bildungsmäßig weniger begünstigte Mitglieder basisdemokratischer Gruppen fast gänzlich von der internationalen Ebene der Arbeit ausgeschlossen sind, da sie meist keine ausreichende Fremdsprachenkenntnisse haben. Insgesamt stellt sich für Inter- bzw. Antinationalisten die durchaus praktische Frage, wie ein ungehindertes Miteinander zwischen Menschen unterschiedlicher Sprachen, das sonst kaum gewährleistet ist, gefördert werden kann.

Für diesen Austausch hätte Esperanto gerade Anarchisten viel zu bieten. Tatsache ist aber, daß Anarchisten sich Esperanto wohl kaum intensiver als andere Bewegungen oder Bevölkerungsgruppen annehmen. Es gibt eine libertäre Fraktion innerhalb der SAT, die vierteljährlich das Bulletin Liberecana Ligilo [etwa: "Libertäre Vernetzung"] herausgibt. Durch die Veröffentlichung von Übertragungen aus unterschiedlichen Sprachen und verschiedenen libertären Strömungen können die jeweiligen Ideen ein kleines aber vielfältiges internationalistisches Publikum erreichen.

In bezug auf die internationalen Verständigungsbarrieren beklagte sich ein in Deutschland lebender Anarchist: "Mehr oder weniger isoliert voneinander arbeiten und kämpfen (wir), ohne (uns) über Siege und Niederlagen auszutauschen, gegenseitig zu stützen und zu ermutigen. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sollte sein, den überregionalen Kontakt zu Menschen mit ähnlichen Ideen und Zielen zu intensivieren, um wirksames solidarisches Handeln zu ermöglichen." (Graswurzelrevolution Nr. 183, S. 13). Die Beobachtung trifft den Kern der Sache: unsere Versuche, im internationalen Maßstab Solidarität zu üben und uns zu vernetzen, bleiben meist in sehr bescheidenen Rahmen. Eine der Hauptursachen dafür ist das Problem der sprachlichen Verständigung.

Wer die internationale libertäre Presse liest, trifft relativ oft auf Klagen von Gruppen, die mit der fremdsprachigen Korrespondenz nicht zurecht kommen, internationale Treffen mit Dolmetschen nicht organisieren können usw. Zur Zeit beruht die internationale Zusammenarbeit anarchistischer, autonomer und basisgewerkschaftlicher Kräfte größtenteils auf der Nutzung zufällig vorhandener Sprachkenntnisse. Das funktioniert so: jemand in der Gruppe kann Sprache X, daher können Kontakte zu Leuten in bzw. aus der Region X aufgebaut werden. Diese Art, Kontakte zu knüpfen, ist spontan und organisch. Doch hat die oberflächliche "Pragmatik" dieses Zufallsprinzips die große Schwäche, daß Kontakte schnell abreißen, wenn die sprachbewanderten "Schlüsselpersonen", aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch in der Bundesrepublik werden die relativ verbreiteten Englischkenntnisse den Ansprüchen der internationalen Zusammenarbeit selten gerecht. Hier beruht eine Sprechfertigkeit im Englischen meist auf langen Jahren schulischen Pflichtunterrichts, der im wesentlichen auf der engen wirtschaftlichen und ideologischen Bindung der BRD zu den USA basiert. Dies ist nicht in allen Teilen der Erde so. Englisch ist eben nicht "die" internationale Sprache, sondern nur die verbreitetste Kolonial- bzw. Hegemonialsprache.

Prozentual sind Anarchisten in der Esperanto-Bewegung, an Deutschland gemessen, nicht stärker vertreten als in der übrigen Bevölkerung. Ihre Stellung in der Esperanto-Bewegung als ganzer ist marginal. Gegenseitige Berührungsängste zwischen Esperanto-sprechenden Anarchisten einerseits und unpolitischen/"bürgerlichen" Esperanto-Sprechern andererseits erschweren den Umgang. Der ausschließliche oder sehr weitgehende Gebrauch von Esperanto im libertären/anarchistischen Spektrum zu einem Zeitpunkt, wo Esperanto außerhalb von ihm so wenig verbreitet ist, wird nicht angestrebt. Esperanto könnte aber als zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit wirklich angenommen werden, wenn in den Bewegungen das Verständnis für die Funktion von Sprachen und Sprachen-wahl als Machtmittel von Staaten und wirtschaftlichen Interessen, sowie als soziales Auslesekriterium ausreichend anwächst.

2. Gesamtgesellschaftliche Relevanz

Für die Zusammenarbeit und Vernetzung über die Sprachbarrieren hinweg wäre es für verschiedenste Interessengruppen sehr nützlich, eine Verkehrssprache zu haben, die leicht zu erlernen und politisch neutral wäre. Hier sind die "großen" Sprachen wie Spanisch, Französisch, Englisch, Russisch und Chinesisch unzulänglich. Mit Esperanto können direkte Kontakte vielseitig entstehen, ohne daß man sich auf eine bestimmte Nationalsprache festlegt.

Es soll betont werden, daß Esperanto mehr als ein relativ einfaches Kommunikationsmittel ist. Dadurch, daß es keinem "Volk" und keinem Staat "gehört", und weil es nur wenige Esperanto-Muttersprachler gibt, kann niemand Besitzansprüche auf Esperanto erheben. Dies bedeutet in der Praxis ein großes Maß an kommunikativer Gleichberechtigung, die die reibungsvollen Dynamiken zwischen "allwissenden" Muttersprachlern und mühgeplagten "Fremden" sprengt. Esperanto erlaubt somit ein weitestgehend gleichberechtigtes Miteinander, das viele Esperanto-Sprecher beflügelt. Falls dies nicht gleich nachvollziehbar ist, hilft vielleicht ein Vergleich: von ähnlicher Beschaffenheit ist z. B. die Euphorie derjenigen (meist gebildeten) Deutschen, die es einmal meistern, sich einigermaßen selbstbewußt auf Englisch zu behaupten. Sie bekommen dadurch das Gefühl, "mit der ganzen Welt reden zu können". Nun nimmt Esperanto dieses Gefühl und die damit verbundenen konkreten Möglichkeiten einen Schritt weiter – es kann so viele unterschiedliche Türen öffnen, als hätte man neben Englisch gleichzeitig auch Spanisch, Russisch, Japanisch und manch eine andere Sprache gelernt.

Zusammenfassung und Kritik

Wie bereits erwähnt, wird Esperanto oft als "künstliche Sprache" im Gegensatz zu den als "natürlich" gedachten anderen Sprachen bezeichnet. Spätestens jedoch seit dem historischen Siegeszug des Nationalstaatsprinzips ist der Unterschied zwischen "künstlicher" und "natürlicher" Sprache kaum noch aufrechtzuerhalten. Denn die Sprache eines jeden Nationalstaates unterliegt einem starken Normierungsdrang. Sprachen wie Hochdeutsch oder -französisch werden bereits seit Jahrhunderten durch Gesetze, Erlässe und das Einwirken der Massenmedien genormt und geregelt. Schriftsteller, Erzähler und erfinderische Menschen aller sozialen Schichten wirken bewußt auf die Sprache ein. Die Maßstäbe von "natürlich" und "künstlich" werden verwischt. Und trotzdem hegen viele Menschen teilweise völkische Vorurteile von der Urwüchsigkeit und Überlegenheit der eigenen Sprache (oder auch anderer Nationalsprachen) über eine als "künstlich" empfundene und automatisch als minderwertig einzustufende andere. Es ist daher kein Zufall, daß "Esperanto" abwertend für ein bastardisiertes Sprachgemisch gehalten oder als Metapher für eine nach unten hin nivellierende Bestrebung mißbraucht wird (vgl. "Esperanto-Europa" [Helmut Kohl]). Es muß betont werden, daß sich Esperanto seit 1887 zu einem erheblichen Teil spontan entwickelt hat.

Eine interessante Analyse der unterschwelligen Ängste vor dem Esperanto liefert Claude Piron in seiner Studie Psychologische Reaktionen gegenüber dem Esperanto: "... Esperanto (tritt) als Störenfried in eine Welt, wo jedem Volk eine Sprache zugeordnet ist und wo das Verständigungsmittel von den Vorfahren her als ein Ganzes weitergegeben wird, an dem kein einzelner rühren darf. Esperanto zeigt, daß eine Sprache nicht das Geschenk vergangener Jahrhunderte zu sein braucht, sondern auch aus bloßer Konvention entstehen kann. Für Esperanto ist das Kriterium der Korrektheit nicht die Übereinstimmung mit seiner Autorität, sondern die kommunikative Wirksamkeit, und so verändert es die Art und Weise des Kommunizierens: wo eine vertikale Achse war, dorthin setzt es nun eine horizontale Achse. Damit rührt Esperanto an vieles, was in der Tiefe liegt und was man für Gewöhnlich nicht gerne ans Licht holt. Was wird z. B. aus der Rangordnung der Sprachen? Irisch, Niederländisch, Französisch und Englisch befinden sich im Bewußtsein vieler (...) nicht auf derselben Ebene. Wenn nun Verschiedensprachige, um sich untereinander zu verständigen, zu Esperanto greifen, wird jene Sprachen-Rangordnung ihre Grundlage verlieren." (S. 11)

Dem Esperanto wird auch vorgeworfen, eurozentrisch zu sein. (Seltsamerweise kompromitieren sich solche Kritiker oft, indem sie etwa auf Englisch oder Spanisch als internationale Verständigungssprache setzen). Diese Kritik hat einen wahren Kern: sprachwissenschaftlich gesehen ist Esperanto in vieler Hinsicht von den indoeuropäischen Sprachen geprägt. Auch ging Esperanto von Osteuropa aus und behält heute eine gewisse europäische Prägung durch die Tatsache, daß die Esperanto-Sprecher weiterhin mehrheitlich in Europa leben. Aber Esperanto hat verschiedene nicht-(indo)europäische Impulse im Laufe seiner Entwicklung aufgenommen, wie verschiedene Angaben in diesem Beitrag belegen: etwa die starke Verankerung in Japan und China, die "Ungarische Periode" [2] seiner Entwicklung, oder die "agglutinierende" Wortbildungseigenschaft des Esperanto, die für indoeuropäische Sprachen untypisch ist.

Viele, die Esperanto unterstützenswert finden, verzichten aus pragmatischen Gründen darauf, Esperanto zu lernen. Sie nutzen ihre kostbare Freizeit statt dessen für das Lernen einer "großen" und vermeintlich praktischeren Sprache. Andere Esperanto-Sympathisanten werden wiederum von einer Ohnmacht angesichts der Vormachtstellung des Englischen in der heutigen Welt davon abgehalten, sich dem Erlernen und dem aktiven Gebrauch der Sprache zu widmen. Es gehörte immer schon ein Stück Idealismus dazu, Esperanto zu lernen und zu pflegen.

Es gibt auch Desinformation bezüglich der Esperanto-Sprecher, von denen geglaubt wird, sie hielten Esperanto für ein Allheilmittel gegen Konflikte und Kriege; außerdem trifft man auf das von Publizisten manchmal ausgestreute Gerücht, Esperanto sei tot. Spekulationen über die Zukunft des Esperanto sind müßig. Es soll hervorgehoben werden, daß es Esperanto gibt, daß die Esperanto-Bewegung zahlenmäßig stabil ist, und daß Esperanto rege (wenn auch im Weltmaßstab begrenzte) Anwendung findet. Auch unter Anarchisten.

Bibliographie

1. Deutschsprachige Quellen, auf die sich der Beitrag stützt:

Blanke, Detlev, Internationale Plansprachen, eine Einführung, Berlin: Akademie-Verlag, 1985, ISSN 0138-550 X, 408 Seiten (1997 im Buchhandel nicht mehr erhältlich).

Illustrierte Geschichte der Arbeiter-Esperanto-Bewegung, Dortmund: Fritz-Hüser-Institut, 1993, 115 Seiten.

Lins, Ulrich, Die gefährliche Sprache, Gerlingen: Bleicher Verlag, 1988. ISBN 3-88350-023-2, 328 Seiten, Preis: ca. 36,-- DM.

Piron, Claude, Psychologische Reaktionen gegenüber dem Esperanto, Wien: Verlag Pro Esperanto, 1992. ISBN 3-85182-005-3, 20 Seiten, Preis ca. 4,-- DM.

2. Weitere wichtige Literatur zum Thema:

Benoît, Philippe, Sprachwandel bei einer Plansprache am Beispiel des Esperanto. Konstanz: Hartung-Gorre, 1991, 362 Seiten.

Eco, Umberto, Die Suche nach der vollkommenen Sprache, aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber, München: Beck, 1994. ISBN 3-406-37888-9.

Haupenthal, Richard (Hg.), Plansprachen. Beiträge zur Interlinguistik, Wis­senschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1976, ISBN 3-534-05462-8.

Janton, Pierre, Einführung in die Esperantologie, aus dem Französischen von Günther Becker u. Maria Becker-Meisberger. Hildesheim: Georg Olms Verlag, 1993, ISBN 3-487-06541-X. 2a, 106 Seiten, 17,80 DM.

Kolbe, Ino, Zur Geschichte des Deutschen Arbeiter-Esperanto-Bundes in Leipzig (Westsachsen), Leipzig: Landesverband Sachsen des Deutschen Esperanto-Bundes e.V., 1996, ISBN 3-00-000530-7, 135 Seiten.

Wells, John C., Linguistische Aspekte der Plansprache Esperanto, aus dem Esperanto von Günther Becker, Saarbrücken: Saarländischer Esperanto-Bund, 1987, 101 Seiten.

Weitere bibliographische Angaben sind von folgender Stelle erhältlich:

Gesellschaft für Interlinguistik e.V., Otto-Nagel-Str. 110, 12683 Berlin; Tel.: 030-5412633, Fax: 030-5456742; http://www.interlinguistik-gil.de/

...

[1] Spomenka Štimec, Tibor Sekelj, Pioniro de la dua jarcento, Wien 1989. [zurück]

[2] Dazu ist wissenswert, daß Ungarisch keine indoeuropäische Sprache ist. Vielmehr gehört es der finno-ugrischen Sprachfamilie an, deren Sprachen wesentlich anders aufgebaut sind. [zurücknach oben

ĝisdatigo de 2017-04-18 / zuletzt geändert am 18. 04. 2017